mit Wissen arbeiten   Mir geht es darum, dass das vorhandene Wissen besser für kompetentes Handeln genutzt wird, sowohl das individuelle (Wissens)Vermögen, als auch das in Organisationen insgesamt verfügbare Wissenskapital. Gerade in den Betrieben bzw. Betriebsteilen, deren Leistung auf Kopfarbeit beruht, statt handwerlichem Geschick oder Maschinenparks, müssen wir an den Arbeitsformen rütteln und Produktivitäts-, Kreativitäts- und Kompetenzpotenziale entdecken, zusammenbringen, teilen, erweitern. Da ich in erster Linie in Workshops und Lernstationen mit meinen Kundinnen/Kunden arbeite, hat der Slogan auch die Bedeutung, mit dem Wissen der Teilnehmenden zu arbeiten. Meine Leistung liegt im Arrangement, in der Moderation und manchmal nur im Stellen der richtigen Fragen; die systemische Grundhaltung, plus die Vorstellung, dass die Teilnehmenden viel mehr einbringen können als ihnen bewusst ist, plus die Gestaltung ermöglichender Räume prägen meine Arbeitsweise zu folgenden Themenkreisen:

    1. WissensarbeiterInen managen
    2. methodisch arbeiten
    3. Führung und Teamarbeit
    4. Kompetenzen entwickeln
    5. Komm / Koor / Koop / Kollab - oK?
    6. Service

WissensarbeiterInnen managen

Der Begriff "Wissensmanagement" hat trotz eines bemerkenswerten Bedeutungswandel in nur 15 Jahren einiges an Zugkraft verloren, weil die Konkurrenz von technischen Lösungen und Personal- bzw. Organisationsentwicklung unter diesem Begriff eher verwirrt. Deshalb steht in meinem Programm die Wissensproduktivität im Vordergrund. Die Programmstruktur folgt der Systematik der Wissensbausteine: Wissen identifizieren, erwerben, bewahren, teilen, (gemeinschaftlich) nutzen, entwickeln, bewerten und mit Zielen anspornen.

Es geht um Bewegung, Aktion, Anpacken, Machen. Eher wie ein Bergsteiger, nicht als Spring-ins-Feld. Denn jeder Schritt birgt Risiken und Lernchancen; mit beidem muss bewusst und zielorientiert umgegangen werden. Wichtig für mich ist im Ergebnis die Erkenntnis, dass dem Kunden der Weg erleichtert wurde.

methodisch arbeiten

Mein Nahziel: Kundenzufriedenheit mit den Maßnahmen und Veränderungen. Das Kernziel: Aufbruch und Vorankommen beim wissenbasierten Arbeiten.

Viele konkrete Anleitungen für den ergebnisorientierten Umgang mit Wissen fußen in dem Themenkreis Arbeitsmethodik, der die Einzel- und die Gruppenarbeit mit Techniken und Routinen versorgt. Ziel-, Zeit- und Selbstmanagement intensivieren die Aufgabenbearbeitung ohne weiteren Stress auszulösen mit einem besonderen Kniff: Weglassen, was nicht zwingend nötig ist! Setzen wir uns ein Ziel, können wir sehr genau bestimmen, was alles nicht nötig ist zu tun - also weglassen. Wenn ein 80%iger Erfolg in nur 20% der üblicherweise aufzuwendenden Zeit erreicht werden kann, dann haben wir viel Zeit für Planung, Sicherung und Kontrolle - und "sparen" noch 40% der veranschlagten Zeit.

Das wissen fast alle meine KundInnen, der qualitative Sprung setzt an drei Eckpunkten an:

  • Das Methodenrepertoire ist viel größer, als die meisten gauben; wir müssen die Handlungsmöglichkeiten erweitern.
  • Übung macht die Meister, deshalb praktizieren wir in den Workshops und kontrollieren in den Monaten danach, ob die neuen Potenziale effektiv & effizient genutzt werden.
  • Gemeinschaftliches Arbeiten, von der Koordination bis zur eCollaboration (s.u.) birgt eine ungeheure Schubkraft, die in unserer Arbeitswelt genutzt werden sollte, aber für die meisten KopfarbeiterInnen ungewohnt und erst zu erlenen ist. Schulzeit und Ausbildungen formen/fordern die 'EinzelkämpferInnen, und dann sollen wir switchen auf Teamarbeit und soziale Kompetenz!?

Führung und Teamarbeit

Die Industriearbeit hat es bereits vor der Jahrtausendwende zum Thema gemacht: Weg von der Partikularisierung und stereotypen Fließbandproduktion, hin zu mehr verantwortungsvollen, prozessgestaltenden und auf Arbeitsgruppen gerichtete Arbeitsformen. In den Büros hat man diesen Trend verschlafen, statt ihn zu nutzen, und zwar aus einem Hauptgrund, der mehr verschleiert als bewahrheitet: KopfarbeiterInnen sind in wesentlich mehr vielschichtige Kommunikationsprozesse eingebunden. Aber machen Sie die Nagelprobe: Wie gut ist Ihr Team; wie erfolgreich Ihre Führungskraft; wie lebendig sind Meetings, SharePoints und die interne Kommunikation?

Wir können und müssen die Führungsaufgaben neu ausrichten, um die Wissensproduktivität und kollektive Arbeitstechniken zu stärken. 

  • zur Leitung von Arbeitsgruppen und Teams 
  • innerhalb dieser Gruppen/Teams als sogenannte Laterale (zur Seite gerichtete) Führung
  • um die Teamfähigkeit in Entwicklungs- und Teambildungsprozessen als Handlungsfähigkeit fördern

Mein Teamentwicklungs-Programm setzt bei den Teamrollen an und baut - um ein System der Teamrollen - die entsprechenden Personalen, Umsetzungs-, Sozialen und Methodischen Kompetenzen auf.

Kompetenzen entwickeln

Wissen ist keine Kompetenz: Da Kompetenz wesentlich an Handlungsfähigkeit, also ihre eigene Anwendung gekoppelt ist, greifen Kompetenzen auf Wissen zurück, Wissen selbst macht hingegen noch nicht kompetent. Bei allen meinen Bezugspunkten zur Kopfarbeit und Wissensproduktivität spielt demnach die Erweiterung der Kompetenz die ausschlaggebende Rolle. Ganz im Sinne meines Lieblingszitats: "The proof of the pudding is the eating." (Don Quichotte)

Es geht um die Fähigkeit, Wissen, Methoden, Erfahrungen aus diversen Lebensräumen selbstorganisiert und kreativ in Handlungsmöglichkeiten einzubringen und neue Handlungsfähigkeiten zu entwickeln. Mit KODE- und KODE-X-Verfahren (KODE = KOmpetenzDiagnose & -Entwicklung; (c) Heyse/Erpenbeck) analysieren wir Ihre Kompetenzen und bereiten Lernarrangements für die Kompetenzentwicklung Einzelner oder Gruppen. Im Coaching wird dieser Ansatz erweitert um die Grundlagen des Appreciative Inquiry, das von Wertschätzung und Zukunftsentwürfen ausgeht.

Komm / Koor / Koop / Kollab - oK?

Diese Kürzel wirken vielleicht befremdlich, solange Ihnen der Kontext unerschlossen bleibt. Bei mir stehen die Kürzel in einem bedeutsamen Konzept der gemeinschaftlichen Arbeit (Kollaboration), wie wir es in Teams, Abteilungen, sozialen und virtuellen Netzwerken finden. Im Kern beantwortet das Konzept, was sich aus Kommunikation für die Zusammenarbeit entwickeln lässt und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit eine stabile, tragfähige Arbeitsumgebung entsteht.

Kommunikation ist fundamental, denn sie bleibt auch bei den höheren Stufen vorhanden; sie ermöglicht erst die Dauer und die Intensität einer Gemeinschaft/Organisation als konstante Form jedweden Inhalts. Ihr voraus geht - insbesondere in Social Media Netzwerken wie XING, Facebook, etc. - die pure Informationsgewinnung in Form von Kontaktdaten.
Auf der Kommunikation fußend können Koordination und Kooperation stattfinden, die einen vergleichsweise losen Zusammenhang schaffen. Wichtig bleibt hier die/der Einzelne, auch in ihrer/seiner Tendenz, sich aus der Kooperation wieder (oder zeitweise) zurückzuziehen. Sicherlich sind viele Aufgaben in koordinierter Form bzw. als Kooperation zu meistern, als Konstruktionsprinzip herrscht jedoch die Idee der Koppelung von einzelnen Leistungsvermögen. Das kann effektiv sein, wenn wie im Team sich fachfremde Personen koppeln, kann aber auch Tendenzen zum "group think" (gegenseitige Bestätigung irrealer oder irrelevanter Annahmen) verstärken.
Wesentlich ungewohnter und somit meist eine noch zu erlernende Zusammenarbeitsform ist die Kollaboration. In kollaborativen Arbeitswelten nimmt die sich die einzelne Person deutlich zurück und die Aufgabe kommt so weit in den Vordergrund, dass beispielsweise die Urheberschaft von Ideen oder bahnbrechende Handlungen nicht mehr einer Person zugerechnet werden können. Trotz einer Ausweitung dieser Arbeitsform auf Grund ihrer Notwendigkeit und Nützlichkeit, finden kollaborative Arbeitsprozesse selten Gebrauch. Mit der Zunahme des Arbeitens in virtuellen, regionalen und globalen Arbeitsumgebungen wird es jedoch immer wichtiger, diese Komponente der Leistungsfähigkeit und die entsprechenden Arbeitstechniken ins eigene Repertoire aufzunehmen. Zumal Schulen, Hochschulen und Ausbildungsarrangements dies nur in Ausnahmefällen lehren.

Service

Die Beratung und auch die Workshops/Trainings zu den von Ihnen gestellten Aufgaben werden i.d.R. in Ihrem Unternehmen durchgeführt (Inhouse). Gern organisiere ich Ihnen alternativ eine externe, angemessene Arbeitsumgebung und/oder die Hilfsmittel, Unterbringung und Verpflegung nach Ihren Vorstellungen. Das empfiehlt sich insbesondere bei firmeninternen BarCamps, Kundenkonferenzen, Klausur- und Strategie-Tagen.
Als Teil des Auftrags kann vereinbart werden, über die bearbeitete Thematik ein Firmenhandbuch als 'Handlungsleitfaden' zu erstellen sowie Trainingsunterlagen für Ihre MitarbeiterInnen.

© 2014-2016 Der Arbeitsmethodiker